Sonntag, 6. Januar 2013

Innerer Kampf

Ich weiß, dass es momentan ziemlich ruhig um meinen Blog geworden ist.
Es liegt einfach daran, dass ich momentan in der Phase bin, in der ich über mein Leben nachdenke. Ich weiß nicht, ob ich mein Studium fortführen will/kann und was ich stattdessen machen möchte.
Ich bin ein sehr zielstrebiger Mensch, aber ich weiß genau, dass ich mein Studium nicht zu meinen Erwartungen an mich abschließen kann. BWL liegt mir einfach überhaupt nicht, aber mir blieb keine andere Wahl Jura und BWL zu kombinieren, um wenigstens etwas Jura studieren zu können. 
In den ersten paar Semestern ist bei mir auch alles schief gelaufen, was schief laufen kann.
Kurz nach Studienbeginn ist mein damaliger Freund an Krebs erkrankt. Die Sache war überstanden, da ist anfang des zweiten Semestern mein Cousin gestorben. Und dann im dritten Semester hatte ich absolut keinen Kopf wegen einer sehr privaten Sache, mich um mein Studium zu kümmern.
Jetzt bin ich im 4. Semester und habe nur wenig Klausuren geschrieben. 
Ich bin jetzt 21, hab zwar meine abgeschlossene Ausbildung und mein Abitur. Aber das ist nicht das, was ich erreichen wollte.
Die andere Seite ist dann auch noch das finanzielle. Ich bin mir absolut unsicher, ob ich mir nicht einfach irgendeinen Job suchen soll oder das Studium durchziehen soll. 

Habt ihr euren Traumjob gefunden? 
Ich weiß nämlich nicht mal, was mein Traumjob ist.. 

Kommentare:

  1. Ich habe eine leise Vorstellung wie es dir gehen könnte.
    Ich habe glücklicherweiße meinen Traumberuf, bzw. Traumsektor gefunden.
    Ich wollte schon IMMER mit Menschen zusammen arbeiten, wusste aber nicht genau in welcher Form und habe deshalb nach dem Abi ein FSJ in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung gemacht. Die beste Entscheidung meines Lebens. Mir viel die Arbeit am Anfang etwas schwer, weil ich oft an meine Grenzen gestoßen bin aber ich bin mit meinen Aufgaben gewachsen und möchte nie wieder was anderes machen. In welcher Form ich das machen will entscheidet sich dieses Jahr im Sommer, wenn ich weiß bei welchen Studiengängen ich Zusagen habe (Heilpädadgogik, Sonderschulpädadgogik oder als notläsung soziale Arbeit). Aber was ich sicher weiß, ich will weiter in dem Bereich bleiben, meinen Bereich.

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    1. Mich freut es immer zu hören, wenn jemand seinen Weg gefunden hat. Vor allem finde ich es schön, dass es dir da so offen ist, was du später machst :).

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  2. ich kann dich verstehen.
    studiere jetzt jus/jura und dachte immer, es wäre das richtig für mich. doch mein studienort gefällt mir gar nicht, ich habe hier kaum freunde und vermisse all meine liebsten in meiner heimat. auch das studium gelingt mir gar nicht.
    jetzt möchte ich den studienort wechseln, denn dorthin, wo cih will, sind mehr freunde von mir und nach hause ich es um mehr als die hälfte kürzer. ich hoffe, das studium wird mir dann auch wieder gefallen :)

    wehcsel das studium, wenn es dir nicht gefällt. ich weiß nicht, wie das in deutschland mit der kinderbeihilfe ist und so, aber in österreich bekommt jeder, egal vom einkommen der eltern, eine montaliche beihilfe, wenn man erfolgreich studiert.

    lg und schönen abend noch
    svetlana

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    1. Das kenne ich nur zu gut. Das ist auch bei mir ein Manko, ich kann zwar zu Hause wohnen, muss allerdings einfach immer 60km mit dem Auto zur Uni fahren. Mit der Bahn wäre es viel zu umständlich.

      Diese Kinderbeihilfe gibt es hier in DE nicht. Ich bekomme zwar jetzt Unterhalt von meinem Vater, aber deshalb kann ich nicht so einfach meinen Studiengang wechseln. Er muss einen Bezug zu Jura haben. Und ich habe noch einen Studienkredit am Laufen, aber den muss man voll zurück zahlen nach Studienende.

      Vielen lieben Dank für deine Worte und ich hoffe, dass es bei dir positiv verlaufen wird!

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  3. Ob 22 oder 32...die Dinge entwickeln sich oft anders als man es sich erträumt hat.

    Ich habe mit 19 eine Ausbildung in meinem Traumjob begonnen und sie auch mit Bravour beendet. Doch der Job selber hat sich so mies entwickelt und die Umstände werden immer schlimmer und umzumutbarer, dass ich meinen Job nicht mehr ausüben möchte...und das obwohl er ein absoluter Traum für mich war...ich bin in meinem Job gut und werde sehr geschätzt, aber unter den gegebenen Umständen macht er mit kaputt. Einflüsse durch Politik und Entwicklungen unserer Gesellschaft haben ihn zerstört.

    Jetzt stehe ich mit 32 da...weiss nicht was ich machen werde und wohin mein Weg führt. Aber ich weiss, dass nicht alles so kommt wie wir es uns wünschen und es dennoch immer weitergeht.

    Du wirst Deinen Weg finden. Ganz bestimmt.

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    1. Danke für deine Worte! Es ist auch mal "gut" zu wissen, dass man nicht alleine dasteht.

      Ich habe eine Ausbildung absolviert, die mir eigentlich viele Türen öffnen sollte. Man denkt ja immer ein Job im Öffentlichen Dienst wäre so super. Aber wenn man einmal drin war, wird man schnell merken, dass dem nicht so ist.
      In meinem erlernten Beruf hat man 0 Verantwortung, muss nicht nachdenken und kann davon keine Familie ernähren. Vielleicht bekommt man 1100 Euro netto bei einer 42 Stundenwoche. (Zum Vergleich, meine Mutter arbeitet bei Lidl mit einem 80Stunden Vertrag und bekommt 900 netto!)

      Was machst du jetzt aktuell?

      Liebe Grüße und danke für deine Worte :*

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  4. ... dein vorteil im augenblick ist: du bist noch jung... mit 21 hast du doch noch alle möglichkeiten... ein komplett neues studium oder eine weitere ausbildung anfangen ... du mußt dir halt nur klar werden: was will ich eigentlich... in welche richtung soll es gehen, was für eine erwartung habe ich an meinen job, was füllt mich aus... wenn ich mir überlege: mit 21... wollte ich noch reich und berühmt werden... :-) ... hab dann ne ausbildung zur ReNo gemacht, 4 jahre in dem beruf gearbeitet und dann etwas völlig anderes gemacht... heute arbeite ich in einem großhandel, habe tagtäglich mit kunden zu tun, die es mir nicht immer leicht machen... aber ich mag meinen job: ich bin eine quasselstrippe, ich kann gut verkaufen, ich bin charmant und wickel meine kunden um den finger... finde heraus, was DU gut kannst und dann überleg dir, mit was für einem job du das kombinieren kannst... und ganz wichtig:setzt dich nicht selber unter druck... wenn du jetzt hauruck eine entscheidung triffst, bist du in 4 jahren an dem gleichen punkt angelangt, an dem du jetzt stehst... ich drück dir die daumen, du schaffst das... ;-)

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  5. Ich hoffe du findest deinen Weg, es ist immer sehr schwer wenn man die Richtung im leben wechselt.

    Ich selber arbeite auf einer Bank, es ist nicht mein Traumjob aber mein Traumteam... Ich wäre gerne Visagistin geworden leider war bei mir auch das finanzielle, dass was mich daran gehindert hat...

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft :) und egal welche Entscheidung du triffst -->
    Es passiert nicht ohne Grund...


    Liebe Grüsse

    Lizzy

    http://rundnaund.blogspot.ch/

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  6. Da bin ich grad erst auf deinen Blog aufmerksam geworden und schon finde ich eine Gemeinsamkeit :D
    Ich hatte diesen inneren Kampf auch die letzten drei Wochen und nun habe ich mich entschieden und ziehe wieder von Holland, wo ich studiert habe, zurück nach Deutschland und werde erstmal etwas machen was mich wirklich glücklich macht :) Und ich bin (bis jetzt) noch unendlich glücklich mit der Entscheidung. Ich bin normalerweise auch ein Mensch, der nie irgendwas abbricht oder so, aber ich bin auch ein wenig stolz auf mich, dass ich eine Entscheidung getroffen habe und mal etwas mache, was gut für mich ist, auch wenn mir das Thema des Studiums noch immer sehr gefällt. Wer weiß was noch kommt im Leben, ich weiß momentan nur, dass das hier nicht mein Platz ist also werde ich mich nicht zwingen hier zu bleiben :) Irgendwie geht es immer weiter. :)
    Ich wünsche dir einen wundervollen Abend
    Lilly

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